Interaktive Erinnerung: LMU München
- Sven Wilms

- 6. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Im Rahmen eines größeren Projektverbundes zur Förderung der digitalen Souveränität von Schülern und zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus hat die Ludwig-Maximilians-Universität München vorhandene Fördergelder freigegeben, um die Gedanken und Erinnerungen des Holocaust-Zeitzeugen Ernst Otto Krakenberger interaktiv für die Nachwelt aufzubereiten.
Bereits kurz nach dem Zweiten Krieg und vor allem in den 1980er Jahren wurde versucht, die Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden in unterschiedlicher medialer Form (z.B. Audio-Interviews und audiovisuellen Oral History Interviews) festzuhalten und zu bewahren. Besonders wegen der Länge der Interviews eignen sich viele dieser Interviews nur bedingt zum unterrichtlichen Einsatz. Rund um das geistige Vermächtnis des Holocaust-Überlebenden Ernst Otto Krakenberger wollte man daher ein interaktives Medienformat erproben, mit dem vor allem jüngere Schüler:innen durch ihre Alltagskommunikation bereits vertraut sind und entschied sich für einen KI-Chatbot. In diesem Medium können Nutzer:innen nun interessengeleitet nach Themen fragen, ohne das Interview passiv und in Gänze anschauen zu müssen.
Bereits kurz nach dem Zweiten Krieg und vor allem in den 1980er Jahren wurde versucht, die Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden in unterschiedlicher medialer Form (z.B. Audio-Interviews und audiovisuellen Oral History Interviews) festzuhalten und zu bewahren. Besonders wegen der Länge der Interviews eignen sich viele dieser Interviews nur bedingt zum unterrichtlichen Einsatz. Rund um das geistige Vermächtnis des Holocaust-Überlebenden Ernst Otto Krakenberger wollte man daher ein interaktives Medienformat erproben, mit dem vor allem jüngere Schüler:innen durch ihre Alltagskommunikation bereits vertraut sind und entschied sich für einen KI-Chatbot. In diesem Medium können Nutzer:innen nun interessengeleitet nach Themen fragen, ohne das Interview passiv und in Gänze anschauen zu müssen.
Die Hypothese, dass sich das Nutzerverhalten durch die eigenständige Auseinandersetzung mit Inhalten in Form schriftlicher Fragen verändert, wurde bereits in den ersten Testgruppen bestätigt. Es zeigt sich eine individuelle und vielschichtige Beschäftigung mit den Themen – von emotionalem bis hin zu sachlichem Interesse. Aus den Nutzerdialogen lassen sich auch persönliche Einstellungen zu politisch-historischen Ereignissen ableiten, oft auch mit Bezug zu aktuellen Geschehnissen. Angesichts der weiten Verbreitung von ChatGPT und vergleichbaren Tools ergeben sich darüber hinaus Hinweise auf einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit Medieninhalten.
“Dank der aiSuite von Kauz.ai konnten wir von Beginn an sehr selbstständig an unserer KI-Applikation arbeiten und wertvolle Zeitzeugen-Gespräche in Kombination mit generativer KI dynamisch für die Nachwelt gestalten.” Florian Duda, Wissenschaftlicher Mitarbeiter LMU München
Quelle: Kauz GmbH






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