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  • Sven Wilms

Wie Fränkische Rohrwerke reale Produkte weltweit in VR präsentiert und schult

Die FRÄNKISCHE Rohrwerke Gebr. Kirchner GmbH & Co. KG ist ein Familienunternehmen mit Hauptsitz in Königsberg in Bayern. Das Unternehmen ist in die fünf Geschäftsbereiche Drainage Systeme, Elektro Systeme, Haustechnik, Automotive und Industrie unterteilt. An den weltweit 22 Produktions- und Vertriebsstandorten sind über 5.000 Mitarbeitende beschäftigt, davon ca. 1.900 in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2020/21 erwirtschaftete das Familienunternehmen einen Umsatz in Höhe von ca. 575 Millionen Euro. Es gilt als weltweit erster Hersteller von Wellrohren.

Produktvorstellungen im Unternehmen bedeuteten früher einen hohen logistischen und koordinativen Aufwand. Produkte mussten in Showrooms oder auf Messen aufgebaut, Kund:innen und Mitarbeiter:innen eingeladen werden und zu bestimmten Standorten reisen, um dort die Produkte in Aktion zu erleben oder an Schulungen teilzunehmen. Zudem sollten Produkte auch schon vor Produktionsstart präsentierbar sein und Mitarbeiter:innen geschult werden können.


Im Zuge ihrer Digitalisierungsstrategie setzt FRÄNKISCHE nun vermehrt auch auf virtuelle Technologien, um diesen Prozess völlig neu zu denken. Zusammen mit der Zreality GmbH aus Kaiserslautern, die eine der führenden B2B Metaverse Plattformen anbietet, konzipierte FRÄNKISCHE eine internationale Produktvorstellung zur Einführung eines neuen Produktportfolios. Wichtig war es hier einerseits, die Produkte realistisch abzubilden, andererseits aber alle Möglichkeiten von Kollaboration oder Präsentationen wie in der Realität zu ermöglichen. Zudem musste der Zugang für Mitarbeiter:innen aus vielen Ländern wie Großbritannien, Spanien, Italien, Frankreich oder China leicht möglich und das System intuitiv nutzbar sein.


Bei der ersten virtuellen Veranstaltung wurden im ersten Teil Produkte präsentiert. Im zweiten Teil wurden in Kleingruppen Workshops zu Produkteigenschaften durchgeführt. Dazu gehörte einerseits die Präsentation neuer Lüftungskomponenten, andererseits die Darstellung einer neu entwickelten Wandhalterung im Trinkwasserbereich.


Zur Umsetzung wurden zwei Produkträume in 3D von Zreality entwickelt. Die Produkte wurden dann in 3D visualisiert und in die 3D Welten integriert. Die Nutzer:innen konnten sich dort mit sog. „Avataren“ aufhalten, mit anderen Nutzer:innen kommunizieren und Objekten agieren. So wurden echte Einbausituationen von Lüftungsgittern in 3D erstellt, die Mitarbeiter:innen zu Schulungszwecken selbst virtuell konfigurieren konnten. Präsentationen wurden über Screensharing geteilt und Workshops fanden fast wie in der Realität in virtuellen Räumen statt.


„Das Produkt wurde in 3 Monaten umgesetzt und das Feedback war sehr positiv“, sagt Michael Hümpfner, Leiter Produktmanagement Haustechnik. „Gelobt wurde die leichte Handhabung der 3D Welt auf der Zreality Grids Plattform und die Interaktionsmöglichkeiten, die deutlich mehr Möglichkeiten als Videokonferenzlösungen wie Teams bieten. Das Potenzial für Prozess-kostenreduktion ist enorm. Letztlich kann man die Vorstellung von Produkten deutlich häufiger durchführen als zuvor und gleichzeitig mehr Nutzer:innen leicht und ohne Reisekosten und -aufwand weltweit erreichen. Wir können uns gut vorstellen, regelmäßige 1:1 Meetings und Schulungen auf diese Weise durchzuführen.“