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  • Sven Wilms

Datenklau bei British Airways


Die britische Fluggesellschaft British Airways (BA) soll wegen gestohlener Kundendaten ca. 200 Millionen Euro Strafe zahlen. Das teilte die britische Datenschutzbehörde ICO mit.

Vom Datenklau im Sommer 2018, den British Airways als "sehr raffinierten, böswilligen, kriminellen" Hackerangriff bezeichnete, waren nach ICO-Angaben rund 500.000 BA-Kunden betroffen. Zwischen Juni und September wurden sie teilweise bei der Online-Flugbuchung von der Website der Fluggesellschaft auf eine Betrugswebsite umgeleitet, wo ihre Login-, Kreditkarten-, Reise- und Adressdaten abgegriffen wurden. Schuld an dem Vorfall seien "schwache Sicherheitsvorkehrungen" bei der Airline gewesen, so die Behörde. "Die persönlichen Daten von Menschen sind genau das: persönlich. Wenn eine Organisation sie nicht vor Verlust, Beschädigung oder Diebstahl schützt, ist das mehr als eine Unannehmlichkeit", sagte die britische Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham der ICO-Mitteilung zufolge. Das Gesetz sei in diesem Punkt klar: "Wenn Sie mit persönlichen Daten betraut werden, müssen Sie darauf aufpassen." Nach dem Vorfall versprach die Fluggesellschaft den betroffenen Kunden Entschädigungszahlen und entschuldigte sich auf ganzseitigen Anzeigen in britischen Zeitungen für den Datendiebstahl.

Gegen Datenklau ist niemand geschützt. Die gesamte IT-Infrastruktur eines Unternehmens zu schützen, ist nahezu unmöglich. Besser ist es, die Daten selbst zu schützen, zum Beispiel durch Pseudonymisierung oder Anonymisierung. Dann kann niemand mit den Daten etwas anfangen, sollte er unberechtigt in den Besitz dieser Daten gelangen. Wir stellen Mechanismen hierfür vor, auf unserem kostenlosen Online-Fachseminar „Künstliche Intelligenz“ am 23. Oktober, unter dem Vortragstitel „Datensicherheit und Künstliche Intelligenz. Passt das zusammen?“.

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